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"Liberale Frauen Brandenburg" kritisieren die Einrichtung von Schutzzonen für Frauen

31.12.2017

Liberale Frauen Brandenburg

#KeineSchutzzonen „Die Berliner Polizei hatte mitgeteilt, in diesem Jahr auf der Festmeile am Brandenburger Tor erstmals eine "Women's Safety Area" einzurichten. Dorthin sollen sich Frauen wenden können, die sich belästigt fühlen oder Opfer eines Sexualdeliktes geworden sind.
Die Deutsche Polizeigewerkschaft sieht die geplante Sicherheitszone für Frauen auf der Silvesterparty am Brandenburger Tor kritisch. Gewerkschaftschef Rainer Wendt sagte der Neuen Osnabrücker Zeitung, die Einrichtung einer solchen Zone sende eine verheerende Botschaft. Damit sage man, dass es Zonen der Sicherheit und Zonen der Unsicherheit gebe. Aus Sicht von Wendt bedeutet dies das Ende von Gleichberechtigung, Freizügigkeit und Selbstbestimmtheit. Frauen sollten ein Anrecht darauf haben, überall sicher zu sein.“ (MDR Aktuell).

Dem stimmen wir uneingeschränkt zu.

Schutzzonen für Frauen – ein No Go und letztlich nichts anderes als eine Kapitulation.
Frauen kämpfen seit Jahren für die Gleichberechtigung von Frauen. Sie haben inzwischen viel erreicht. Und nun sollen Schutzzonen eingerichtet werden, damit Frauen sicher feiern können?! Schutzzonen kennen wir in erster Linie für bedrohte Tierarten.

Nicht mit uns! Wir leben in Deutschland, wo jeder Mensch die gleichen Rechte hat (s. Artikel 3 Grundgesetz: „(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.“). Unser Grundgesetz ist das beste der Welt. Im Artikel 1 heißt es: „(1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“ – Der Staat, in diesem Fall die Polizei, und auch die Bevölkerung dürfen nicht wegschauen, wenn Menschen belästigt werden. Konsequentes Durchgreifen seitens der Polizei und spürbare zeitnahe Konsequenzen durch die Justiz ist hier angesagt.

Jede Frau hat das Recht, überall – ohne Sicherheitszone – sie selbst zu sein, zu feiern wie und mit wem sie will, anzuziehen, was ihr gefällt. Frauen sind kein Freiwild, das man angrapschen darf, wenn jemand der Meinung ist, der Rock sei etwas kurz geraten.

Es ist ein Armutszeugnis für unser Land, wenn Schutzzonen eingerichtet werden (müssen), wohin sich Frauen im Falle einer Belästigung zurückziehen/wenden können.

 

Die Kreisvorsitzende OPR, Frau Dr. Gabriele Schaare-Ruf ergänzt:

"Schutzzonen sind auch Fluchtzonen. Frauen auf der Flucht vor Männern, für die sie Freiwild sind, auch sexuell stets verfügbar. Das hat mit unserem Verständnis von Selbstbestimmung, mit unserer Vorstellung von Gleichberechtigung und Menschenwürde , wie sie in unserem Grundgesetz verankert ist und vor allem mit unserer Definition von Freiheit nichts zu tun. Bis vor wenigen Jahrzehnten mussten wir Frauen um diese Rechte kämpfen und werden dies ganz sicher wieder tun, wenn es erforderlich ist. Frauenverachtendes Verhalten hat in unserer Kultur keinen Platz."

 

Foto: Bild zur Meldung